Wortgottesdienst am Festtag des Heiligen Martin

Liebe Jungen und Mädchen, liebe Eltern und Großeltern!

In dieser Abendstunde sind wir hier zusammengekommen, um ein Fest zu feiern, das Fest des Heiligen Martin. Ihr habt euch vorbereitet und habt Lider eingeübt, die Erzieherinnen und Eltern haben mitgeholfen, dass ihr schöne Laternen basteln und mitbringen konntet.

Wir sind nicht wegen der Laternen zuerst hierher gekommen, sondern wegen eines Mannes, der für die Menschen seiner Zeit wie ein Licht, wie eine Laterne war.

Bei der Laterne kommt es auf die Kerze an. Ihr wisst, dass wir damit Jesus meinen, und es kommt auf die Transparentseite an, die durch die Kerze in der Dunkelheit gut und weiterhin erkennbar leuchtet. Damit meinen wir den Heiligen Martin.

Jesus hat seinen Freunden immer gesagt und vorgelebt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! So wünscht das Jesus von den Christen, und Martin hat sich daran gehalten.

Er hat geteilt und das, was er hatte, hergegeben.

Wir wissen, dass er seinen roten Reitermantel geteilt hat. Wir wollen das nicht so machen, dass wir unsere Kleider, Mäntel und Hosen zerschneiden und die Hälfte abgeben.

Martin hat oft geteilt, aber immer so, wie es notwendig war, in den Augenblicken, wenn er die Not sah.

Und das können wir vom Heiligen Martin lernen: mit offenem Herzen sehen und dann dem helfen, dem es nicht so gut geht wie uns.

Jesus hat in vielen Gleichnissen erzählt, wie sehr Gott uns Menschen liebt, keinen vergisst und für jeden Platz in seinem Herzen hat.

Weil Gott uns alle liebt, brauchen wir uns nicht abzukapseln, können auf die anderen zugehen und brauchen nicht neidisch sein, weil der eine reichere oder liebevollere Eltern hat, weil er im Sport oder in der Schule besser ist, weil er im Urlaub mehr erlebt oder interessanteres Spielzeug hat. Wir dürfen ganz fest in unserem Herzen daran glauben: Gott hat uns alle lieb!

Entnommen aus: „Martinsheft in der Gemeinde“, herausgegeben vom Bonifatiuswerk, Paderborn 1975, 2. Auflage 1988

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